Geocaching (geo „Erde“, engl. cache: „geheimes Lager, Depot“) in Deutschland zumeist auch GPS-Schnitzeljagd, ist eine Art elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd. Die Verstecke („Geocaches“ oder kurz "Caches") werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht.

Ein Cache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie verschiedene Tauschgegenstände befinden. Jeder Besucher trägt sich in das Logbuch ein, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Cache wieder an der Stelle versteckt, an der er zuvor gefunden wurde. Der Fund wird im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker (Owner) – die Geschehnisse rund um den Cache verfolgen.

Warum Geocachen ?

Geocaching erfordert flexibles Denken und verbindet moderne Informationstechnologie
mit dem aktivem Erlebnis in der freien Natur.

Es bringt einen raus an die "frische Luft". Viele Caches sind an den schönsten Plätzen versteckt, sei es in der Natur oder an Kultur Objekten. Aus Stubenhockern werden bald Cachesüchtige, sind sie erst mal vom Jagdtrieb befallen. Man muss seinen Grips anstrengen, kombinieren, recherchieren, analysieren, dazulernen, man bewegt sich mehr und ist einfach aktiver. Meist cached man anfangs alleine, schnell findet jedoch die GANZE Familie gefallen und mit Freunden und Hund kann man Cacherteams bilden. Geocaching ist facettenreich bietet Abwechslung und außer einem einfachem GPS Empfänger braucht es anfangs kaum Investition. Kombinationen mit anderen Aktivitäten bieten sich gerade zu an, fotografieren, spazieren gehen, Wandern, Trekking, extrem hunding, Radfahren, Mountainbiken, Crosslaufen, Reisen, Outdoor stöbern, Natur beobachten, knobeln, basteln, neues austüfteln, computern, Internet surfen, recherchieren. Eben weil es ganzjährig einfach SPAß macht AKTIV zu sein.

Zitat eines Cachers über seine Erfahrung im ersten Cacherjahr.
Insgesamt gesehen, hab ich in diesem letzten Jahr mehr gesehen und erlebt,
als in den ca. 10 Jahren davor, und das ist gut so.
Der Wert des Erlebens ist um etliches höher als die dafür eingesetzten Mittel,
sowohl finanzieller als auch zeitmäßiger Natur (Vorbereitungszeit..).

Wir gehören seit Sommer 2007 zur Gemeinde der Geocacher und wir können bestätigen, dass wir seit dem sehr viel mehr schöne Gegenden und interessante Orte aufsuchen Team Rheinländerals davor. Interessanterweise sind es oft Orte in unmittelbarer Nähe oder auf Strecken die man im Alltag schon hundertmal gefahren ist ohne links und rechts der Strecke darauf zu achten. In der Regel sind die Orte und Verstecke der Caches von ortskundigenen Cacheownern liebevoll ausgewählt und gestaltet. Es macht einfach Spaß und die Kombination aus Hightech und Natur fasziniert. Spaziergänge in schönen Gegenden, verbunden mit dem Lösen spannender Rätsel und der Suche nach Hinweisen, ist eine schöner Ausgleich.

Entwicklung/Entstehung des Geocachens

Das Geocaching lässt sich zurückführen auf das schon ältere Letterboxing, bei dem ebenfalls an verschiedenen Orten Behälter versteckt werden, die jedoch ohne GPS-Unterstützung gesucht werden. Das erste bekannte Letterboxing wurde 1854 in Dartmoor beschrieben.

Seit den 1980ern praktizierte Nuuksion Metsäsissit in der Gegend um Helsinki in Finnland nur mit Hilfe einer Landkarte und einer Genauigkeit von 10 Metern ebenfalls Schnitzeljagden, bei denen Behälter mit verschiedenem Inhalt versteckt wurden. Anschließend gab er die ermittelten Koordinaten an Bekannte, die sich damit auf die Schatzsuche machen konnten. Ab den 1990er wurde zum ersten Mal das GPS-Signal verwendet, um die Genauigkeit der mittels Landkarten gefundenen Koordinaten zu verbessern.

Erst durch die Abschaltung der künstlichen Verschlechterung der Genauigkeit (Selective Availability) des GPS-Signals durch die US-Regierung am 2. Mai 2000 wurde der Einsatz der GPS-Geräte auch im privaten Einsatzgebiet praktikabel. Die bisherige Genauigkeit der Postionsbestimmung per GPS-Signal von ca. 100 Meter wurde für nicht militärische Nutzer auf ca. 10 Meter erhöht. Um diese Verbesserung zu feiern, schlug Dave Ulmer am 3. Mai 2000 in der Usenet-Newsgroup sci.geo.satellite-nav unter dem Titel The Great American GPS Stash Hunt vor, ein weltweites Spiel zu starten und an besonderen Orten Behälter mit Tauschobjekten und einem Logbuch zu verstecken. Als Regeln formulierte er „Get some Stuff, Leave some Stuff“ – „Nimm Zeugs heraus, hinterlasse Zeugs“ und das Führen eines Logbuchs, in dem sich die Finder eintragen, und den Tausch von Gegenständen dokumentieren können. Noch am selben Tag vergrub er in der Nähe der Stadt Portland im US-Bundesstaat Oregon an der Position 45° 17.460' n. Br., 122° 24.800' w. L. einen schwarzen Plastikeimer, in dem er neben CDs, einer Videokassette, Geldscheinen, einem Buch und einer Steinschleuder auch eine Konservendose mit Bohnen hinterlegte. Anschließend veröffentlichte er die Koordinaten des Verstecks in der Newsgroup.

Innerhalb eines Tages nach der Veröffentlichung wurde der Stash (engl. Geheimversteck, geheimes Lager) als erstes von Mike Teague gefunden. Drei Tage später erstellte dieser eine private Website, auf der er die wachsende Anzahl an Stashes und deren Koordinaten dokumentierte.

Der Orignal-Stash von Dave Ulmer wurde später stark beschädigt und existiert in der ursprünglichen Form nicht mehr. Als Erinnerung wurde an der ursprünglichen Stelle ein neuer Geocache und eine Gedenktafel platziert. Während der Vorbereitungen für die Aufstellung der Platte wurde vor Ort die alte Konservendose gefunden, die als Tauschgegenstand im ersten Stash gelegen hatte. Mittlerweile wird diese als Travelbug bei Events gezeigt.

Am 30. Mai 2000 wurde das Wort Geocaching zum ersten Mal in einer Newsgroup vorgeschlagen, um negative Assoziationen des Wortes Stash zu vermeiden. Am 2. September 2000 teilte Jeremy Irish in dieser Newsgroup mit, dass er unter der Adresse geocaching.com eine eigene Website zur Auflistung der Caches erstellt hatte. Diese übernahm alle bisherigen Eintragungen von der alten Seite, die Mike Teague aus Zeitgründen nicht weiter aktualisieren konnte.

Der erste Cache in Deutschland wurde am 2. Oktober 2000 südlich von Berlin versteckt und trägt den Namen First Germany.

Laut der Datenbank des größten Geocache-Verzeichnisses existieren weltweit insgesamt über 490.000 aktive Caches, davon befinden sich über 44.000 in Deutschland, über 4.500 in der Schweiz und über 4.000 in Österreich (Stand: 30. Mai 2007). In den USA befinden sich am meisten Caches, mehr als zwei Drittel weltweit: 223.000 (Stand Januar 2007). Die größte Cache-pro-Kopf-Verbreitung haben die skandinavischen Länder Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark.

 
 
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